Über uns

Eines hat sich seit dem Bestehen der KIG - vormals Heimat- und Verkehrsverein Kamen - nicht geändert: Wir arbeiten seit fast 100 Jahren daran, Kamen für Bürger und natürlich Besucher attraktiv und liebenswert zu machen. Früher lag einer der Schwerpunkte der Arbeit in der Verbesserung der Transport- und Nahverkehrsmöglichkeiten sowie in der Förderung des Fremdenverkehrs. Heute steht die Interessenvertretung der Gewerbetreibenden im Vordergrund, und unsere Tätigkeit umfasst neben der Planung und Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen auch das Standortmarketing und die Unterstützung kultureller Aktivitäten. Wichtig ist dabei die Meinung und Anregung unserer Mitglieder, die dankenswerterweise zahlreich in Arbeitskreisen und Ausschüssen mitarbeiten und uns auch aktiv vor Ort unterstützen.

Unsere Mitglieder sind Gewerbetreibende aus Handel, Handwerk, Dienstleistungsgewerbe und Gastronomie, aber auch Freiberufler und Privatpersonen unterstützen unsere Arbeit durch ihre Mitgliedschaft. Mit rund 80 Mitgliedern bilden wir eine leistungsfähige Gemeinschaft. Natürlich sind uns neue Mitglieder jederzeit willkommen!

von Bernd Wenge am 1. März 2010

Vom Verkehrsverein Kamen zur KIG

Auszug aus der Rede von Stadtarchivar Hans-Jürgen Kistner zum 90. Jubiläum des HVV auf der Mitgliederversammlung 2003:

... Am 21. Juli 1913 wurde der „Verkehrsverein Kamen“ (VVK) im Hotel „König v. Preußen“ gegründet. Ursprünglich sollte er „Verkehrs- und Verschönerungsverein Kamen“ heißen. Drei Wochen zuvor hatte Dr. Kurt Wiesner sein Amt als frisch gewählter Bürgermeister (der erste in Kamen mit Universitätsausbildung) angetreten. Kamen war zu dieser Zeit eine durch den Bergbau dominierte Stadt. Die Einwohnerzahl hatte sich innerhalb kürzester Zeit verdreifacht. Die Infrastruktur der Stadt Kamen konnte nicht so schnell mit wachsen. Die Vertreter der Zeche Monopol beherrschten den Magistrat u. die Stadtverordnetenversammlung. Sie verhinderten erfolgreich, daß sich andere bedeutende Industriezweige in Kamen ansiedeln konnten. Dies u.a. damit, daß man die Einführung des elektr. Licht- u. Kraftstromes immer weiter auf die lange Bank schob. Außerdem wurde so mehr Gas von der Gasanstalt abgenommen. Die Kohle für die Gaserzeugung lieferte Monopol. So waren es denn auch infrastrukturelle Verbesserungen, die der Verkehrsverein Kamen angehen wollte. Oberstes Ziel war die Verbesserung der Verkehrsverbindungen innerhalb und nach Kamen. So forderte man je eine Straßenbahnlinie nach Methler und nach Heeren-Werve. Aber auch die Einführung des elektr. Stromes und die Regulierung der Seseke, um eine Kanalisation anzulegen. ...

von Hans-Jürgen Kistner